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>> Interessantes aus der Geschichte des Quecksilbers

||\/\ Quecksilber gehört zu den 11 von über 100 chemischen Elementen - wie z.B. Gold, Silber, Antimon, Kupfer, Blei, Zinn, Platin Eisen Kohlenstoff, Schwefel - die dem Menschen schon vor mehr als 2000 Jahren bekannt waren.
Arabische Edelleuten schätzen bereits um ca. 350 v.Chr. mit Quecksilber gefüllte Teiche in ihren Gärten als besondere Attraktion. Quecksilbererz, auch bekannt als Zinnober, wurde als roter Farbstoff verwendet, z.B. als Pigment in der Malerei.

Zu jener Zeit waren auch die Amalgame (Legierungen mit anderen Metallen) bereits bekannt und wurden zur Feuervergoldung eingesetzt, wie die Pferdequadriga von San Marco in Venedig zeigt. Zur Feuervergoldung wurde die weiche Paste des Goldamalgams aufgetragen und das Quecksilber anschließend verdampft. In Folge des großen Bedarfs plünderten bereits Römer und Araber die größte Quecksilbererzlagerstätte, die sich in Spanien bei Almadén befindet.

Erste schriftliche Hinweise auf die Verwendung von Hg findet man bei Aristoteles, später bei Plinius d.J.. Seitdem weiß man auch um die toxische Wirkung des Quecksilbers.

Im 3. Jahrhundert n.Chr. entstand in Ägypten die Alchimie, nach der alle Stoffe entsprechend der griechischen Naturphilosophie aus nur vier Elementen - Feuer, Wasser, Erde, Luft - entstehen, die in verschiedenen Mengenverhältnissen gemischt, die unterschiedlichen Eigenschaften der Stoffe erklären sollten. Die Alchimisten glaubten, dass Quecksilber aus Erde und Wasser - Schwefel dagegen aus Feuer und Luft zusammengesetzt ist. Da sie bei ihren Experimenten immer wieder auf brennbare Stoffe stießen, gaben sie dem Schwefel die “Verantwortung” für die Brennbarkeit eines Stoffes und hielten ihn für das “männliche Prinzip” aller Stoffe. Im Gegensatz dazu hielt man das Quecksilber (Mercurium, abgeleitet vom Planeten Merkur und dem geschäftigen Handelsgott) für die Mutter der Metalle und daher für das “weibliche Prinzip” aller Stoffe. Die im Mineral Zinnober vereinigten Elemente Schwefel und Quecksilber wurden in Folge dessen für die “Grundstoffe an sich” gehalten. Diese Auffassung zeigt, welche wichtige Rolle das Quecksilber und seine Verbindungen schon seit langer Zeit in der Geschichte der Menschheit gespielt haben.

Quecksilber diente aber medizinischen Zwecken. Von Paracelsus ist bekannt, daß er um 1527 Salben mit fein verteiltem Hg oder HgO (graue Salbe) als Heilmittel gegen Syphilis einsetzte.

last update: Sonntag, 30. August 2009